Die Strömungspumpe: Tunze Turbelle Nanostream 6020

Wassergymnastik für die Buntbarsche

Es gibt einige Gründe, die für eine Strömungspumpe in einem Malawi-Aquarium sprechen. Zunächst einmal genießen Malawi-Buntbarsche eine Strömung im Becken und schwimmen gezielt gegen diese an. Ähnlich wie ein Hamster im Hamsterrad seinen Bewegungsdrang abbaut, nutzen Malawi-Buntbarsche Strömung dazu, um überschüssige Energie abzubauen. Als Folge berichten viele erfahrene Malawi-Aquarianer von ausgeglicheneren und weniger aggressiven Fischen. Kaum verwunderlich, denn auch im Malawisee gibt es z.T. ordentliche Strömungen – entsprechend simuliert man mit einer Strömungspumpe durchaus die natürlichen Gegebenheiten.

Unabhängig davon wird durch das Aquarien-Wasser durch eine Strömungspumpe deutlich besser umgewälzt als nur über den Filter – daraus resultiert eine deutlich höhere Anreicherung des Wassers mit Sauerstoff. Auch CO2 wird durch eine Strömungspumpe ausgetrieben – dies bedingt einen erhöhten pH-Wert, der für die Buntbarsche aus dem Malawisee wichtig ist.

Die Strömung an sich kann zudem als “Laubbläser” eingesetzt werden – richtige Platzierung vorausgesetzt werden Schmutzpartikel und Futterreste abtransportiert.

Die Strömungspumpe meiner Wahl: 

Ich habe mich für mein 250 Liter-Becken für eine Tunze Turbelle Nanostream 6020 (Hier bei Amazon kaufen!) entschieden. Das 65 x 60 x 72 mm kleine Teil schafft eine durchaus beeindruckende Strömungsleistung von ca. 2.500 Litern pro Stunde. Dabei verbraucht die Nanostream 6020 lediglich 4 Watt, was durchaus im Rahmen ist. Für meine Beckengröße sollten 2.500 l/h ausreichen – bei größeren Malawi-Aquarien sind durchaus 4.500 – 8.000 l/h angesagt.

Kleines Update: Nach meinem Umzug war die Nanostream 6020 defekt. Da ich innerhalb der Garantiezeit lag, habe ich die Strömungspumpe an die Firma Tunze zurückgesendet und nicht einmal eine Woche später repariert und einsatzbereit zurückbekommen. Großes Kino – so geht Kundenservice heute!